Ghezzo Immobilientag 2021 – Rückblick Teil 2: Räume für Wohnen und Arbeiten

by Alexander Ghezzo

Am 22. Juni – am ersten Sommertag bei einer Außentemperatur von 32°C – fand der zweite Ghezzo Immobilientag im Office Park des Flughafen Wien statt. Mehr als 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor Ort und 443 Zuschauer*innen beim Online-Stream ( Danke an A1 und Belimo) kamen für Netzwerk, Inspiration und Austausch zusammen. Herausforderungen und rasend schnelle Veränderungen können wir nur gemeinsam bewältigen – genau in diesem Zeichen stand der Ghezzo Immobilientag.

Räume für Wohnen und Arbeiten

Wir wissen: Corona hat die Anforderungen an den eigenen Wohnraum angehoben. Wer zu Hause arbeiten muss, dabei vielleicht auch Kinder betreut und wenig Freiraum hat, der sucht die Verbesserung und dies vermehrt in Form des Einfamilienhauses. In einer CEO-Podiumsrunde haben auf unserem Immobilientag Marcus Grausam, A1, Martina Denich-Kobula, DenichReal GesmbH, Alexander Kopecek, Wien 3420 Aspern Development AG und Silvia Wustinger-Renezeder,  CITA Immobilien Projektentwicklungsgesellschaft darüber gesprochen, wie Wohnen und Arbeiten vereint in einer Assetklasse funktionieren können. Flexibilität braucht es, technische Infrastruktur, die den modernen Ansprüchen genügen und Arbeitsplätze in der Nähe des Wohnorts. Letzteres ist auch wichtig, um das Thema Leistbarkeit zu relativieren, denn mit dem Auto quer durch die Stadt zu fahren, kostet auch Geld. Der Quartiersentwicklung kommt dabei eine entscheidende Rolle zu – denn eine kluge Planung kann eine sinnvolle Koexistenz von Gewerbe, Produktion, Handel, Büro und Wohnen schaffen.

In einer weiteren CEO-Diskussion haben Florian Amlacher, eyemaxx Real Estate Group, Friedrich Mühlener, IfEA,  Roland Pichler, DWK Die Wohnkompanie und Maxim Zhiganov, WK-Development über die Herausforderungen der Wohnungswirtschaft gesprochen. Freiräume, soziale und ökologische Nachhaltigkeit, knappe Rohstoffe, Verdichtung und Digitalisierung sind dabei besprochen worden.

 

Dabei sind Citylogistik, Vernetzung und Interaktion ein brisantes Thema. Durch die Zunahme in Sachen E-Commerce braucht es Lösungen für gesamte „Grätzl“. Die Lösungen von Myflexbox schaffen es dabei, Vorteile für Immobilienstandorte, für Logistikunternehmen, für Bewohner*innen und insbesondere den lokalen Handel zu vereinen. Lukas Wieser hat uns aus dem Wiener Viertel Zwei und der Seestadt Aspern interessante Beispiele gezeigt.

…und was wird aus dem Büro?

Unter dem Titel „Arbeitswelten: Theorie und Praxis – Was MitarbeiterInnen erwarten und Unternehmen sich leisten“ diskutierten Elena Graf-Burgstaller, Dean Capital Strategies, Andreas Ridder, CBRE, Wolfgang Scheibenpflug, Flughafen Wien, Christian Ehl, ShareYourSpace und Stefan Wernhart, Geschäftsführer, EHL Gewerbeimmobilien.

Home-Office wird bleiben, da sind sich die Expert*innen sicher. Aber wie sieht es mit Flächenbedarf aus? Andreas Ridder von CBRE fast es so zusammen: „Um Büros attraktiver zu machen, braucht es mehr Platz pro Arbeitnehmer*in, durch einen steigenden Home-Office Anteil braucht es weniger Platz. Erreichen kann man das nur durch Flexibilisierung der Flächen. Die Bürowelt wie bisher wird auslaufen, aber es braucht Platz für Austausch.“ Dezentrale Hubs, Plattformen für geteilte Flächen (ShareYourSpace) und moderne Infrastruktur – die Büroflächen werden also hochwertiger, flexibler und damit auch teurer ist Stefan Wernhart überzeugt. Die Banken sind auf jeden Fall noch bereit zu finanzieren, bringt Elena Graf-Burgstaller ein.

 

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