14. GBB Award: GreenINN Innsbruck: Ein Studierendenheim als ökologisches Vorzeigeprojekt

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Die Anforderungen an zukunftsfähiges Bauen steigen überall. Auch im Bereich der Studierendenunterkünfte. OeAD student housing zeigt mit dem GreenINN Innsbruck, wie ökologische Spitzenarchitektur und leistbares Wohnen kein Widerspruch sein müssen. Marianne Toder erklärt im Gespräch, warum sich die lange Projektlaufzeit gelohnt hat, wie Klimaschutz in der Praxis aussieht und warum das GreenINN bewusst „kein typisches Heim“ sein will.

Alexander Ghezzo: Was war die Geburtsstunde Ihrer Idee?

Marianne Toder: OeAD student housing bemüht sich mehr als 10 Jahren um ein eigenes OeAD-Gästehaus in Innsbruck. Die Universität Innsbruck und das MCI begrüßen sehr, dass nun endlich für den Hochschulstandort Innsbruck ein modernes und zeitgemäßes, und ökologisches Studierendenheim mit 173 Plätzen errichtet wurde.

Alexander Ghezzo: Inwiefern trägt Ihr Projekt zur Klimaneutralität bei?

Marianne Toder: Holz-Beton-Hybridbauweise, Passivhaus-Plus-Standard, eine vollflächige Photovoltaikanlage, die Beheizung über eine Grundwasserwärmepumpe und die Klimaaktiv-Zertifizierung in Gold machen das Gebäude zu einem Musterbeispiel für energieeffiziente Architektur. Besonders hervorzuheben ist die konsequente Verwendung von heimischem, unbehandeltem Fichtenholz – naturbelassen, regional produziert und unter Beratung von ProHolz Tirol sowie dem österreichischen Holzforschungsinstitut umgesetzt.

  • Passivhaus Plus & Klimaaktiv Gold
  • Öko-Bonus für CO₂-schonende Holzfassade
  • PV-Anlage, Wärmepumpe, Lüftungsanlage
  • Begrünte Dachflächen und öffentlich zugänglicher Grünraum
  • Über 100 Fahrradabstellplätze

Alexander Ghezzo: Was hebt Sie von Ihren Mitbewerber*innen ab?

Marianne Toder: Ein wesentliches Augenmerk wurde auf die Qualität des studentischen Wohnens gerichtet. Das Ziel war, sich vom typischen „Studierendenheim“ abzuheben. Das GreenINN bietet hochwertige und innovative Wohnformen für Studierende errichtet, inklusive Gemeinschaftsräume und Co-Working Bereiche.

Alexander Ghezzo: Mit welchen Herausforderungen hatten oder haben Sie bei der Umsetzung zu kämpfen?

Marianne Toder: Wir wollten trotz höchster ökologischer und architektonischer Qualität einen ganz hohen Standard bei der Einrichtung bieten. Der Heimpreis sollte trotzdem sehr günstig bleiben.

Alexander Ghezzo: Was treibt Sie persönlich an, sich dem Thema zu widmen?

Marianne Toder: Im Kampf gegen die Klimakrise wollen wir als OeAD student housing und damit auch unsere Studierenden Vorbild sein.

Alexander Ghezzo: Was wünschen sie sich von Politik und Gesellschaft im Punkto Nachhaltigkeit in der Bau- und Immobilienwirtschaft?

Marianne Toder: Wir wünschen uns noch viel mehr Engagement und Information, weil ökologisch Bauen ist langfristig auch viel wirtschaftlicher, sowohl für den Eigentümer als auch für den Mieter. Mit mehr als 20 Jahren Erfahrung blicken wir auf unser erstes OeAD-Gästehaus Molkereistraße zurück, welches weltweit als erstes Studierendenheim in Passivhausbauweise errichtet wurde. Auch nach all den Jahren sind wir nach wie vor extrem zufrieden.

OeAD student housing hat zum 14. GBB Award eingereicht. Teilen auch Sie Ihre Innovation bis zum 19.10.2026 hier!

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