Visitenkarte Hotelbad

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Das Hotelbad zählt zu den am intensivsten genutzten Bereichen eines Hotels und beeinflusst den Gesamteindruck von Gästen oft stärker als viele andere Ausstattungsmerkmale. Gleichzeitig stehen Hoteliers unter Druck, Betriebskosten zu senken, den Reinigungsaufwand zu reduzieren und Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.

Erdogan Demirci, Verkaufsleiter Österreich bei HSK, spricht im Interview über aktuelle Trends im Hotelbad, die Bedeutung langlebiger Lösungen und die Frage, warum die günstigste Lösung nicht immer die wirtschaftlichste ist.

Alexander Ghezzo: Was sind die aktuellen Trends bei Duschkabinen- und Badlösungen für Hotels?

Erdogan Demirci: „Hotelbäder verlangen langlebige, leicht zu reinigende und flexible Duschlösungen. Wer auf Qualitätsprodukte setzt, profitiert gleich doppelt: Betreiber reduzieren langfristig ihren Wartungs- und Reinigungsaufwand, während Gäste ein komfortables und ansprechendes Duscherlebnis genießen. Mit Systemlösungen von der Duschkabine bis zur Wandverkleidung können Hotelbäder in kurzer Zeit modern, funktional und dauerhaft attraktiv gestalten und so die besonderen Ansprüche der Hotellerie zuverlässig erfüllen.“

Alexander Ghezzo: Welche Anforderungen stehen dabei im Vordergrund (Design, Langlebigkeit, Wartungsaufwand oder Preis)?

Erdogan Demirci: „Hotelgäste erwarten ein makelloses Bad. Deshalb spielen glatte Oberflächen, möglichst fugenlose Konstruktionen und Materialien, die Kalk und Schmutz wenig Angriffsfläche bieten eine wichtige Rolle. Glasbeschichtungen für Duschwände wie unsere HSK TwinSeal Versiegelung erleichtern die Reinigung erheblich. Das Wasser perlt quasi rückstandslos ab. Im Gastgewerbe, wo die Reinigung vieler Duschkabinen in der Regel täglich erfolgt, ermöglichen diese Versiegelungen eine besonders schnelle und leichtgängige Säuberung. Auch bei der Konstruktion selbst gibt es Möglichkeiten, den Reinigungsaufwand zu reduzieren. Bei unseren Duschkabinen beispielsweise sind die Scharniere innen glasbündig ausgeführt. Das schafft glatte Übergänge, an denen sich Kalk oder Seifenreste weniger festsetzen können. Dass dieses Prinzip auch in der Praxis funktioniert, zeigt unter anderem ein Projekt mit 129 Ferienwohnungen eines Hapimag Resorts in Winterberg. Gerade bei einer solchen Größenordnung sind Lösungen wichtig, die den Arbeitsalltag des Reinigungspersonals erleichtern. Gleichzeitig darf man bei Hotelbädern die Langlebigkeit nicht außer Acht lassen. Die Produkte sind einer deutlich höheren Beanspruchung ausgesetzt als in einem privaten Badezimmer. Deshalb sind robuste Beschläge, zuverlässige Türmechanismen und hochwertige Materialien entscheidend. Duschkabinen aus ESG-Sicherheitsglas sind hier eine wichtige Grundlage, weil sie Sicherheit und eine hochwertige Optik miteinander verbinden.

Fugen an den Wandflächen bieten ebenfalls Angriffspunkte für Schimmel, Keime oder Schmutz. Die Ausstattung mit unseren RenoDeco Wandverkleidungsplatten ermöglicht ein fugenloses und modernes Design sowie eine einfache Reinigung mittels praktischem Lotus-Effekt, denn durch das starke Abperlverhalten fließt das Wasser nach dem Duschen bereits nahezu rückstandsfrei von der Wandverkleidung ab. Und auch gestalterisch eröffnen die zahlreichen Dekore und der RenoDeco Individualdruck interessante Möglichkeiten. Gerade im Hotel kann das Bad dadurch mehr sein als ein rein funktionaler Raum und zu einem Teil des Gesamterlebnisses werden.

Natürlich spielen auch Barrierefreiheit und Sicherheit eine immer größere Rolle. Ein Hotel soll Menschen jeden Alters und mit unterschiedlichen Bedürfnissen einen komfortablen Aufenthalt ermöglichen. Schwellenlose Duschen, bodenebene Einstiege, rutschhemmende Duschflächen oder großzügige Walk In-Lösungen schaffen hier mehr Sicherheit und Bewegungsfreiheit. So entstehen auch im Bestand sichere Duschplätze für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, Senioren oder Familien mit Kindern.“

Alexander Ghezzo: In allen Segmenten der Hotellerie sind Kosten gerade ein brennendes Thema. Wie sieht es im Bad aus? Wie sind da Anschaffungs- und Lebenszykluskosten?

Erdogan Demirci: „Das Bad gehört sicherlich zu den komplexesten Räumen im Hotel, weil hier Kosten, begrenzte Platzverhältnisse, Design, Nutzerfreundlichkeit und Pflegeaufwand zusammenkommen. Entscheidend ist deshalb aus meiner Sicht nicht allein der Anschaffungspreis, sondern das Verhältnis von Kosten und langfristigem Nutzen. Gerade in der Hotellerie müssen Lösungen robust, pflegeleicht und funktional sein und gleichzeitig dem Gast einen hohen Komfort bieten. HSK setzt deshalb auf durchdachte Duschplatzlösungen, die sich auch bei schwierigen Grundrissen effizient planen und umsetzen lassen. Ein weiterer wirtschaftlicher Vorteil liegt in unserer Vertriebsstruktur: Als Direktlieferant im zweistufigen Vertriebsweg können wir Prozesse schlank halten, davon profitieren unsere Fachpartner und letztlich auch der Endverbraucher. Hinzu kommen Aspekte wie schnelle Montage, gute Ersatzteilversorgung und langlebige Produktqualität, die über den gesamten Lebenszyklus einen wesentlichen Unterschied machen können. Für mich ist deshalb nicht die günstigste Lösung automatisch die wirtschaftlichste, sondern diejenige, die Anschaffung, Nutzung und Folgekosten über viele Jahre sinnvoll miteinander verbindet.“

Alexander Ghezzo: Wie steht es um Nachhaltigkeit? Wird sie nachgefragt und was kann man bei Dusch- und Bad Lösungen tun?

Erdogan Demirci: „Nachhaltigkeit wird definitiv stärker nachgefragt, auch im Hotelbereich. Dabei geht es längst nicht mehr nur darum, Wasser und Energie einzusparen, sondern auch um die Langlebigkeit und Qualität der eingesetzten Produkte. Gerade bei Dusch- und Badlösungen kann man einiges tun: langlebige Materialien einsetzen, auf reparierbare und austauschbare Komponenten achten und Produkte wählen, die auch nach vielen Jahren noch funktionieren und gut aussehen.

Auch bei der Renovierung lässt sich nachhaltig handeln. Wenn nicht das gesamte Bad erneuert werden muss, können beispielsweise bestehende Flächen erhalten und gezielt modernisiert werden. Wandverkleidungen können hier eine interessante Alternative sein, weil sie sich teilweise direkt auf vorhandene Fliesen aufbringen lassen. So lässt sich der Duschbereich optisch und funktional aufwerten, ohne gleich das komplette Bad zurückbauen zu müssen.

Für mich bedeutet Nachhaltigkeit deshalb vor allem, langfristig zu denken: Was ist hochwertig, was hält lange und was lässt sich möglichst ressourcenschonend modernisieren? Genau diese Fragen werden aus meiner Sicht für Hoteliers und ihre Gäste immer wichtiger.“

Alexander Ghezzo: Wie schaut es denn mit rechtlichen- und Haftungsthemen im Bad aus? Worauf sollten Hoteliers achten?

Erdogan Demirci: „Für Hoteliers sind im Bad vor allem Sicherheit, fachgerechte Planung und eine dauerhaft zuverlässige Ausführung entscheidend, denn daraus ergeben sich unmittelbar auch Haftungsthemen. Normen und technische Regeln, beispielsweise zur Barrierefreiheit nach DIN 18040, zur Planung von Hotelbädern nach VDI 6000 sowie zur Abdichtung nach DIN 18534, sollten deshalb bereits in der Planungsphase berücksichtigt werden. Ein besonderes Augenmerk gilt außerdem der Rutsch- und Sturzprävention, gerade in Nass- und Duschbereichen. Für den Hotelier bedeutet eine normgerechte, nutzerfreundliche und fachgerecht ausgeführte Lösung vor allem mehr Sicherheit für seine Gäste, weniger Reklamationen und eine Reduzierung möglicher Haftungs- und Folgekosten. Als Hersteller sehen wir unsere Aufgabe darin, gemeinsam mit unseren Fachpartnern Lösungen anzubieten, die Sicherheit, Komfort und Wirtschaftlichkeit sinnvoll miteinander verbinden.“

Alexander Ghezzo: KI und Automatisierung spielen in viele Lebensbereiche mit ein. Auch im Bad?

Erdogan Demirci: „Definitiv. Das Bad wird zunehmend intelligenter, wobei ich glaube, dass sich das Thema hier etwas anders entwickeln wird als beispielsweise im Wohnzimmer. Für den Nutzer sollte die Technik möglichst unauffällig im Hintergrund arbeiten und vor allem einen konkreten Mehrwert bieten. Das können beispielsweise automatisch gesteuerte Armaturen, intelligente Heizlösungen oder Systeme sein, die den Energie- und Wasserverbrauch optimieren.“

Ressourcenschonend: Die berührungslose Waschtischarmatur AquaXPro startet den Wasserfluss automatisch, sobald die Hände erkannt werden, und kann so den Wasserverbrauch um bis zu 50 % reduzieren, ideal für den Einsatz im Hotelgewerbe.

Ressourcenschonend: Die berührungslose Waschtischarmatur AquaXPro startet den Wasserfluss automatisch, sobald die Hände erkannt werden, und kann so den Wasserverbrauch um bis zu 50 % reduzieren, ideal für den Einsatz im Hotelgewerbe.

Alexander Ghezzo: Für den Hotelgast: Was kann er in einem Badzimmer alles über seine Gastgeber lernen? Worauf sollte sie/er achten?

Erdogan Demirci: „Ich glaube, ein Badezimmer verrät tatsächlich sehr viel über einen Gastgeber. Gerade bei der Qualität und Verarbeitung merkt man schnell, ob Wert auf langlebige und hochwertige Produkte gelegt wurde. Funktionieren Türen und Armaturen zuverlässig? Ist alles sauber verarbeitet? Solche Details nimmt der Gast vielleicht nicht bewusst wahr, sie beeinflussen aber seinen Gesamteindruck.

Auch beim Thema Hygiene schaut man im Bad besonders genau hin. Saubere Glasflächen, gepflegte Fugen und eine insgesamt hochwertige Anmutung vermitteln, dass der Gastgeber Sorgfalt und Sauberkeit ernst nimmt. Gleichzeitig können moderne und durchdachte Lösungen zeigen, dass auch Komfort und die unterschiedlichen Bedürfnisse der Gäste berücksichtigt werden.

Und nicht zuletzt sagt das Badezimmer etwas über die Haltung des Hotels aus. Werden langlebige Materialien eingesetzt? Wird auf einen bewussten Umgang mit Ressourcen geachtet? Ist das Bad vielleicht so gestaltet, dass es auch für Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen komfortabel nutzbar ist? Für mich sind das alles kleine Signale, die dem Gast zeigen: Hier wurde mitgedacht und Wert auf seinen Aufenthalt gelegt.“

Alexander Ghezzo: Wo findet man HSK Bäder? Auf welche Referenzen sind sie besonders stolz?

Erdogan Demirci: Unsere Duschlösungen findet man in ganz unterschiedlichen Hotelkonzepten, vom modernen Ferienresort bis zum Sport- und Wellnesshotel. Besonders stolz sind wir beispielsweise auf das, wo wir 2020 insgesamt 120 Premium Softcube Drehtüren als Nischenlösungen realisieren durften. Gefragt waren hier vor allem pflegeleichte, robuste und funktionelle Türen mit einem Festelement und gleichzeitig einem möglichst großzügigen Einstieg. Für uns ein schönes Beispiel dafür, wie wichtig es ist, bei Hotelprojekten Funktionalität, Komfort und eine ansprechende Optik miteinander zu verbinden.

Aber auch in Deutschland konnten wir bereits zahlreiche Hotelprojekte mit unseren Duschlösungen ausstatten. Eine Referenz, die uns besonders gut gefällt, ist das 4-Sterne-Sport- und Wellnesshotel Waldschlößl im Naturpark Bayerischer Wald. Dort kamen sowohl Modelle der Duschkabinenserie Exklusiv 2.0 als auch Schiebetüren der Serie Solida zum Einsatz. Solche Projekte zeigen uns immer wieder, wie vielseitig unsere Lösungen einsetzbar sind – und dass sich hochwertige Duschkabinen sowohl in modernen Hotelneubauten als auch in anspruchsvollen Wellness- und Ferienkonzepten bewähren.

    

TUI BLUE Montafon: 120 Premium Softcube Drehtüren von HSK sorgen für funktionale und komfortable Duschlösungen. Die Nischenlösungen verbinden robuste, pflegeleichte Funktionalität mit einem großzügigen Einstieg und entsprechen somit den hohen Anforderungen im Hotelbereich.

Treffen Sie HSK auf der Hotel Optimal Holiday: Programm und Speaker.

Wie lassen sich Badezimmer wirtschaftlich modernisieren? Welche Lösungen reduzieren Reinigungs- und Wartungsaufwand? Und welche Rolle spielen Barrierefreiheit, Nachhaltigkeit und intelligente Technologien künftig im Hotelbad?

Treffen Sie die Expert:innen von HSK auf der Hotel Optimal Holiday und diskutieren Sie aktuelle Trends, Praxisbeispiele und Anforderungen für zeitgemäße Hotelbäder.

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